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Bordeaux

Vorgestern kam ich in Bordeaux auf dem Campingplatz an. Am späten Nachmittag testete ich den Radweg und stellte fest, dass man hier sehr gut bis in die Innenstadt fahren kann, was ich mir für den nächsten Morgen vornahm.

 

Die ersten 4 km geht es am Lac de Bordeaux entlang, und dann biegt man für die letzten 3,5 km Richtung Innenstadt ab. Man kann aber immer weiter auf gut markierten Radwegen fahren, die zwar an der Straße entlanggehen, aber in jedem Kreisverkehr eine extra Spur haben. Ich kam am "Monument aux Girondins" an, einer Siegessäule, und dachte mir, dass ich als erstes die Touristeninformation aufsuchen sollte, um mir eine Übersicht über Sehenswürdigkeiten und einen Stadtplan geben zu lassen. Auf dem Platz um diese Säule herum gab es 3 Schilder mit der Aufschrift "Office du Tourisme", leider zeigten alle in entgegengesetzte Richtungen. Nach drei Umrundungen des Platzes fand ich es, dank Google natürlich. Etwas versteckt. Ich bekam einen Plan und die Auskunft, dass die Innenstadt von Bordeaux insgesamt als Kulturerbe zu betrachten sei. So fuhr ich immer ein Stück mit dem Fahrrad an den Quais der Garonne entlang, stellte es ab und ging zu Fuß in die einzelnen Viertel. So sah ich das Große Theater, das riesige Gebäude der Börse und ging in die Basilika St. Michel. Dort bewunderte ich die bunten Kirchenfenster.

 

Das war dann ein beträchtlicher Rundgang von ca. 6 Stunden, mittags hatte ich etwas in einer Brasserie am Quai gegessen. Als ich dann mit dem Fahrrad zurück war, musste ich mich ausruhen.

 

Während ich dies schreibe, warte ich darauf, dass der avisierte Regen aufhört, der aber noch gar nicht angefangen hat. Ich denke, ich fahre gleich einfach nochmal los, mit Regenjacke. Morgen fahre ich weiter nach San Sebastián. 

 

Jetzt bin ich bereits in San Sebastián. Ich fuhr dann gestern nach dem Schreiben des Berichts los, es regnete nur einmal ganz kurz. Ich hatte gerade in einem Restaurant einen Salat gegessen. Außerdem hatte ich bereits am Morgen festgestellt, dass ich keinen Schirm mehr an Bord habe. Also kaufte ich mir einen schönen bunten. Mein Plan war, die Einkaufsmeile entlang zu laufen. Die ist riesig lang, und die richtig teuren Geschäfte sah ich nicht, weil die Straße nicht nur lang ist, sondern die Shopping-Zone sich auch in Nebenstraßen fortsetzt. Ich wollte nichts wirklich kaufen, und so kam ich mit hundert Euro aus. Nach einem ausgiebigen Bummel kam ich an der medizinischen Fakultät der Universität an. Mir fiel eine kleine Ausstellung ins Auge, die einen kleinen Einblick in die sprachliche Entwicklung der Menschheit mit Bezug auf alle Lebewesen gab. Die war hochpolitisch und interessant.

 

Ich bummelte die Einkaufsstraße zurück, fand noch Brot und Wein und machte eine kurze Pause am Quai der Garonne, bevor die Straße vom Fluss weg quer durch die Stadt zum Lac de Bordeaux geht und zurück zum Campingplatz. 

 

Am Abend aß ich den Rest der Ratatouille, die ich mir am Tag zuvor zubereitet hatte, und machte es mir zügig in meinem Tiny Home gemütlich, weil es schnell ziemlich frisch wurde. 

Hier eine Auswahl von Fotos als Eindruck von Bordeaux.